Dass Rauchen zu den Risikofaktoren für den Grauen Star gehört, ist allgemein bekannt. Eine Kohortenstudie untersuchte die Auswirkungen eines Rauchstopps auf das Erkrankungsrisiko.

Durchgeführt wurde die Studie von der Universität im schwedischen Örebro und der Organisation COSM (Cohort of Swedish Men). Die ausschließlich männlichen Teilnehmer der Geburtsjahrgänge 1918 bis 1952 wurden erstmals 1997 in einem Lebensalter von fünfundvierzig bis zu neunundsiebzig Jahren und anschließend zehn Jahre später erneut nach ihren Rauchgewohnheiten befragt.

Von insgesamt 44.371 Teilnehmern hatten sich 5.713 einer Operation am Grauen Star unterzogen. Von der Katarakt-Operation waren starke Raucher – als solche definierten die Studienleiter Personen mit einem Konsum von fünfzehn oder mehr Zigaretten je Tag – zu zweiundvierzig Prozent häufiger als lebenslange Nichtraucher betroffen.

Ein Rauchstopp konnte das Erkrankungsrisiko langfristig zwar signifikant verringern, es fiel jedoch auch zwanzig Jahre nach der letzten gerauchten Zigarette bei ehemals starken Rauchern noch um einundzwanzig Prozent höher als bei dauerhaften Nichtrauchern aus. Bei leichtem Zigarettenkonsum war das Erkrankungsrisiko gegenüber den vollständig auf Rauchtabak verzichtenden Studienteilnehmern um dreizehn Prozent erhöht. Somit führte der Rauchstopp den Studienergebnissen zufolge zu einer nennenswerten Verringerung des Erkrankungsrisikos, ohne die ehemaligen Raucher in Bezug auf dieses mit lebenslangen Nichtrauchern gleichzustellen.

Der Graue Star ist eine Augenkrankheit, die sich während eines mehrere Jahrzehnte andauernden Zeitraums entwickelt. Zu einem nennenswerten Verlust der Sehkraft, der den operativen Eingriff zum Einsetzen einer künstlichen Linse erforderlich macht, kommt es deshalb erst im Alter. Die Studienleiterin Birgitta Ejdervik Lindblad vermutet, dass der menschliche Körper fähig ist, Schäden an der Linse nach einem Rauchstopp zumindest teilweise zu reparieren.