Hohe Lichtempfindlichkeit, schlechtere Sich im Dunkeln, eingeschränkte Lesefähigkeit. Handeln ist bei diesen Symptomen sofort notwendig, denn sie kündigen den Grauen Star an. Verschlechtert sich die Sicht weiter ist eine Operation meist unumgänglich.

Ab dem 60. Lebensjahr steigt das Risiko an Grauem Star zu erkranken. Die Augenlinsen, eigentlich durchsichtig, trüben sich dann, was zu einer schleichenden Einschränkung des Gesichtssinns führt. Dieser ebenfalls Katarakt genannte Prozess zieht auch eine Verhärtung der Linse mit sich.

„Zunächst zeigt sich die Sehstörung durch eine schlechtere Nachtsicht, eine erhöhte
Blendempfindlichkeit und einen größeren Lichtbedarf beim Lesen“, so sagt Dr. W. Kapralow, Augenarzt aus Münster. Die Fähigkeit des Kontrastsehens nimmt in den weiteren Stadien ab, die Farbwahrnehmung ebenfalls. Es kommt weiter zu einem Doppelt-Sehen von Konturen. Letztendlich wird der Grauschleier, die Einschränkung des Sichtfeldes, immer präsenter.

Außerdem berichtet Dr. Kapralow: „Der verlangsamte Stoffwechsel im Alter und eine dadurch bedingte Veränderung der Linseneiweiße können zu einer verminderten Lichtdurchlässigkeit und einer Streuung statt Bündelung der einfallenden Lichtstrahlen führen. […] Die Eintrübung der Linse verhindert schließlich eine punktgenaue Abbildung auf der Netzhaut.“

Neue Linsen zur Wiederherstellung des Sehvermögens

Dieses Leiden durch Medikamente zu behandeln ist zur Zeit noch nicht möglich. Doch Linsentransplantationen sind mittlerweile nur noch Routineoperationen. 800.000 mal wird jährlich in der Bundesrepublik implantiert. Dabei wird immer so vorgegangen, dass der Eingriff der Symptomatik des Patienten angemessen ist:
„Den Zeitpunkt der Operation machen wir in der Regel davon abhängig, wie sehr der Patient in seiner Sehstärke eingeschränkt ist, wobei die individuellen Ansprüche an die eigene Sehkraft von Patient zu Patient sehr verschieden sind“ so Kapralow. „Da Grauer Star in der Regel kein akuter Notfall ist, wird die Operation nicht risikoreicher, wenn man den Eingriff etwas verzögert, zumindest nicht innerhalb der ersten ein bis zwei Jahre.“ Kurzfristig kann die Sicht vor der Behandlung durch eine Brille verbessert werden.

Mit speziellen Augentropfen werde bei der OP eine örtliche Betäubung erreicht, eine Spritze sei in der Regel nicht nötig“, so berichtet Kapralow. Für die Behandlung werden in der Regel 15 Minuten pro Auge veranschlagt. Relativ zeitnah kann man die Behandlung am zweiten Auge beginnen. Dafür wird meistens ein Abstand von einer Woche eingehalten. Die verwendeten Linsen sind so langlebig, dass sie ein Leben lang halten.

Linsenwahl

Mittels einer Monofokallinse wird das Krankheitsbild korrigiert. Nach dem Eingriff wird von den Patienten meist eine Brille benötigt. Je nach Zustand der Augen kann es eine für die Kurz- oder Weitsicht sein. Dieser Linsentyp wird von den Krankenkassen übernommen.

Daneben gibt es die sogenannten Multifokallinsen. Mit diesen Linsen fällt die Notwendigkeit einer Brille nach dem Eingriff komplett weg. Häufig kann es nach diesem Eingriff zu Blendungen und Verschwommen-Sehen kommen. Über eine Reduktion der Kontrastwahrnehmung wurde ebenfalls berichtet. Weitere Informationen zu den Kunstlinsen sind auf www.augenarzt-kapralow.de/premiumlinsen zu finden.

Auch nach dem Eingriff aufmerksam bleiben

Eine solche Transplantation ist in der Regel absolut unkompliziert und zieht nicht viele mögliche negative Konsequenzen mit sich. Lediglich eine Beschädigung der Linsenkapsel oder auch der Iris ist möglich. Informationen dazu gibt es auf gesundheitsinformation.de. Daneben ist eine spätere Schwellung der Netzhaut, sowie eine Netzhautablösung, aber auch eine Entzündung des Augeninneren möglich. In letzterem Fall ist schnelle Hilfe einzuholen, damit einem bleibenden Schaden des Auges entgegengewirkt werden kann.

Lasern als Alternative

Der Einsatz eines Laserstrahls gewinnt in der letzten Zeit immer mehr an Bedeutung. Die Patienten können meist schon nach einem Tag eine wesentliche Besserung des Gesichtssinns feststellen. Diese Methode ist im Vergleich zur Linsentransplantation jedoch Zeit- und Kostenintensiver und dazu unerprobter. Patienten die sich für das Lasern entscheiden, sollten ein bis zwei Wochen nach dem Eingriff das erhöhte Infektionsrisiko berücksichtigen, Schwimmbäder meiden und starkes Reiben der Augen unterlassen.