Jedes Jahr lassen sich in Deutschland rund 100.000 Personen die Augen lasern, um ihren Alltag zukünftig ohne Brille meistern zu können. War diese Operation in der Vergangenheit allein den Besserverdienern vorbehalten, hat sich die Lasik Methode heute als alternative Behandlungsoption bei einer breiten Masse durchgesetzt.

Wer kann von einer Laser – OP profitieren?

Sowohl kurz -, als auch weitsichtige Patienten können sich erfolgreich einer Laserbehandlung unterziehen. Selbst bei Hornhautverkrümmungen ist eine Laser – OP vielversprechend. Abhängig davon welche Ausgangssituation im Einzelfall vorliegt, können Patienten mit einer Fehlsichtigkeit von plus drei bis minus acht Dioptrien erfolgreich behandelt werden. Sogar in Dioptrien Bereichen von plus vier und bis zu minus zehn, konnten schon einige erstaunliche Erfolge erzielt werden. Patienten mit Dioptrien Werten die diesen Rahmen sprengen, müssen jedoch in der Regel anderweitig behandelt werden. Zusätzlich gibt es noch einige Vorerkrankungen wie den grünen Star oder eine angeborene Hornhautschwäche, die eine Laser – OP ausschließen. Natürlich müssen außerdem alle Patienten, die sich dieser OP unterziehen, bereits volljährig sein.

Wie läuft eine Laser – OP ab?

Es gibt zwei etablierte Verfahren, die auf dem Gebiet der Lasertherapie am häufigsten zum Einsatz kommen. Das erste Verfahren ist die Lasik Technik, bei der eine oberflächliche Hornhautlamelle aufgetrennt und anschließend hochgeklappt wird, damit ein Gaslaser die darunter befindliche Hornhautschicht abschleifen kann. In einem nächsten Schritt wird die obere Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt und legt sich so auf die Hornhaut wie ein natürliches Pflaster.
Das zweite Verfahren wird als Smile Technik bezeichnet. Smile steht für Small-Incision-Lentikelextraktion und bezeichnet ein auf der Lasik – Methode aufbauendes, minimalinvasives Verfahren. Bei der Smile Methode wird der Hornhautdeckel nicht in den Eingriff mit einbezogen, sondern nur auf die Wirkung des Femtosekundenlaser vertraut. Dieser macht einen winzigen Schnitt in die Hornhautoberfläche, durch welchen das zu entfernende Gewebe komplett entfernt werden kann. Leider eignet sich dieses Verfahren nur zur Behandlung einer Kurzsichtigkeit.

Welche Risiken bringt eine Laser – OP mit sich?

Direkt nach dem Eingriff werden die Patienten ein leichtes Druckgefühl im Auge bemerken, das nach einigen Stunden wieder verschwinden sollte. Zudem kann es sein, dass die Augen in den ersten Monaten nach der OP trockener sind als üblich. Manche Patienten berichten außerdem davon, dass sie über einen längeren Zeitraum Strahlenkränze rund um helle Lichtquellen gesehen haben. Bei dem Großteil der Betroffenen verschwindet diese Nebenwirkung des Eingriffs aber nach einigen Monaten wieder. Wie bei jedem medizinischen Eingriff besteht auch bei der Laser – OP ein grundsätzliches Infektionsrisiko. Allerdings ist dies bei diesem speziellen Eingriff mit 1 zu 100.000 relativ gering.

Wer übernimmt die Kosten?

Eine Korrektur der Fehlsichtigkeit am Auge wird als eine individuelle Gesundheitsleistung eingestuft und daher von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Manche privaten Krankenkassenträger erstatten in einigen Fällen einen Teil der anfallenden Kosten oder übernehmen sogar den kompletten Eingriff. Dies wird von Kasse zu Kasse jedoch unterschiedlich beurteilt. Grundsätzlich liegt die Höhe der Kosten für eine Laser – OP bei 1500 bis 2500 Euro pro Auge, je nach behandelndem Arzt und Ausmaß der Korrekturbedürftigkeit. Dieser Preis erscheint jedoch verhältnismäßig, wenn man dadurch wieder ohne Brille durchs Leben gehen kann.